{"id":33377,"date":"2026-03-12T08:41:00","date_gmt":"2026-03-12T07:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/fmd-insight.de\/?p=33377"},"modified":"2026-03-05T13:41:35","modified_gmt":"2026-03-05T12:41:35","slug":"chip-happens-podcast-staffel-3-folge-4-im-op-der-zukunft-neue-technik-neue-behandlungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/news\/360-mikroelektronik\/chip-happens-podcast\/chip-happens-podcast-staffel-3-folge-4-im-op-der-zukunft-neue-technik-neue-behandlungen\/","title":{"rendered":"<strong>#Chip Happens-Podcast: Staffel 3, Folge 4<\/strong> | Im OP der Zukunft &#8211; neue Technik, neue Behandlungen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gro\u00dfe Probleme brauchen h\u00e4ufig ziemlich kleine Helfer. Der Podcast&nbsp;<strong>\u00bbChip Happens \u2013 Kleine Dinge, die alles ver\u00e4ndern\u00ab von&nbsp;Chipdesign Germany<\/strong>&nbsp;zeigt, wie Mikroelektronik und Chipdesign dabei helfen k\u00f6nnen, die dr\u00e4ngenden Fragen unserer Zeit anzugehen \u2013 jederzeit nachvollziehbar und alltagsnah. Das Format richtet sich an alle, die verstehen wollen, wie Technik im Hintergrund wirkt und dennoch zentrale Weichen stellt. Kluge K\u00f6pfe aus der Branche sprechen hierf\u00fcr mit Moderator&nbsp;Sven Oswald&nbsp;\u00fcber ihre faszinierenden Geschichten, geben \u00fcberraschende Einblicke und zeigen hautnah die vielen M\u00f6glichkeiten, die unser Fachbereich bietet. In der dritten Staffel <strong>\u00bbMikroelektronik for Life\u00ab<\/strong> dreht sich alles um die Anwendung im Gesundheitsbereich. Von intelligenter Diagnostik \u00fcber Wearables bis hin zu datengetriebener Medizin.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n    <div id=\"block_85b049225e5155bf8c8928b9a53b5bfc\" class=\"lwn_block lwn_block_imgtext lwn_thewidth lwn_center\" style=\"\" test>\n        \n        <div class=\"lwn_flexparent\" >\n            <div class=\"lwn_flexchild lwn_block_imgtext_firstchild lwn_block_imgtext_media\"><div class=\"lwn_vcenter\"><div class=\"lwn_cutclass \"><div class=\"lwn_copy_box\">\n            <div class=\"lwn_imgbox\">\n                <picture>\n                    <source srcset=\"https:\/\/fmd-insight.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Coverbild_Staffel3_F4-1024x1024.png 1x, https:\/\/fmd-insight.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Coverbild_Staffel3_F4-2048x2048.png 2x\"\/>\n                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/fmd-insight.de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Coverbild_Staffel3_F4-1024x1024.png\" alt=\"\" class=\"\">\n                <\/picture><\/div><\/div><\/div><div class=\"lwn_caption lwn_backdrop10 no_caption\"><div class=\"lwn_copy lwn_backdrop10\"><span>&copy;<\/span>Fraunhofer Mikroelektronik<\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n            <div class=\"lwn_flexchild lwn_block_imgtext_secondchild lwn_block_imgtext_text\"><div class=\"lwn_halfwidth lwn_fullheight\"><div class=\"lwn_vcenter\"><h2>Staffel 3, Folge 3 | Rettungsdienst digital \u2013 alles vernetzt<\/h2><p>&nbsp;<\/p>\n<p>In dieser vierten Podcast-Folge geht es um neue Technologien in der Medizin: vom digital vernetzten Operationssaal bis hin zu Mikrorobotern, die Medikamente gezielt durch den K\u00f6rper transportieren sollen.<\/p>\n<p>Moderator Sven Oswald spricht dazu mit:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.imte.fraunhofer.de\/en\/profile\/directors.html\"><strong>Prof. Philipp Rostalski<\/strong><\/a> (Fraunhofer-Einrichtung f\u00fcr Individualisierte Medizintechnik <strong>IMTE<\/strong>), der an der Digitalisierung und Robotik im OP der Zukunft forscht, sowie mit<\/li>\n<li><strong>Dr. Fabian Landers<\/strong> (Multi-Scale Robotics Lab MSRL @ <a href=\"https:\/\/msrl.ethz.ch\/the-lab.html\">ETH Z\u00fcrich<\/a>), der an magnetisch steuerbaren Mikrokapseln f\u00fcr eine pr\u00e4zisere Medikamentenverabreichung arbeitet.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div><\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Worum geht es in der Folge?<\/h2>\n\n\n\n        <div id=\"block_92b47acde1a086a838453372b3ee5e96\" class=\"lwn_block lwn_block_table lwn_thewidth lwn_center\" style=\"\" test>\n            <div class=\"lwn_tablebox\">\n                \n        <div class=\"\">\n            <table class=\"lwn_table \">\n                <tr>\n                    <th colspan=\"2\" class=\"lwn_table_head\"><h3>Prof. Philipp Rostalski \u00fcber die Chancen der Digitalisierung f\u00fcr den OP von morgen<\/h3><span class=\"lwn_table_icon \"><\/span><\/th>\n                <\/tr>\n    \n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Situation:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Operationss\u00e4le geh\u00f6ren zu den technologisch anspruchsvollsten Bereichen eines Krankenhauses. Hier kommen t\u00e4glich hochkomplexe Systeme zum Einsatz, deren Zusammenspiel ma\u00dfgeblich \u00fcber den Erfolg eines Eingriffs entscheidet.<\/p>\n<p>Der Digitalisierungsgrad deutscher OPs ist jedoch unterschiedlich ausgepr\u00e4gt. W\u00e4hrend einige Kliniken bereits stark vernetzte Infrastrukturen nutzen, arbeiten andere noch mit weitgehend isolierten Einzelsystemen. Dabei bietet die Digitalisierung erhebliche Potenziale; sowohl zur Steigerung der Effizienz als auch zur Verbesserung von Versorgungsqualit\u00e4t und Ressourcennutzung.<\/p>\n<p>Ein zentrales Ziel im Klinikbetrieb ist die optimale Auslastung der OP-Kapazit\u00e4ten. Digitale Planungssysteme, strukturierte Datenfl\u00fcsse und vernetzte Ger\u00e4te k\u00f6nnen Abl\u00e4ufe transparenter gestalten, Prozesse beschleunigen und Personal gezielter einsetzen. Vor dem Hintergrund des Fachkr\u00e4ftemangels gewinnt diese Optimierung zus\u00e4tzlich an Bedeutung.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Problemstellung:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Trotz technischer Fortschritte sind zentrale Bereiche im OP noch nicht vollst\u00e4ndig digital integriert. Laut Prof. Philipp Rostalski, Direktor des <a href=\"https:\/\/www.imte.fraunhofer.de\/\">Fraunhofer IMTE<\/a>, betrifft dies unter anderem die OP-Planung, die strukturierte Bereitstellung von Informationen f\u00fcr Patientinnen und Patienten sowie die Interoperabilit\u00e4t der eingesetzten Ger\u00e4te.<\/p>\n<p>In vielen Operationss\u00e4len arbeiten Systeme unterschiedlicher Hersteller nebeneinander, ohne umfassend miteinander zu kommunizieren. Diese fehlende Interoperabilit\u00e4t erschwert durchg\u00e4ngige digitale Prozesse und verhindert, dass vorhandene Daten effizient genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>L\u00f6sungsans\u00e4tze \/ Innovationspotenziale:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Ein zentraler Ansatz zur Verbesserung der Ger\u00e4tevernetzung ist die sogenannte Service-oriented Device Connectivity (SDC). Diese basiert auf internationalen Normen und erm\u00f6glicht eine standardisierte, sichere und hersteller\u00fcbergreifende Kommunikation zwischen Medizinger\u00e4ten.<\/p>\n<p>Ziel ist es, unterschiedliche Komponenten flexibel miteinander zu verbinden, statt sie als geschlossene Insell\u00f6sungen zu betreiben. So k\u00f6nnen Systeme interoperabel zusammenarbeiten und zentral gesteuert werden.<\/p>\n<p>Ein Beispiel ist die robotergest\u00fctzte Chirurgie. Hier m\u00fcssen viele Aspekte zusammenwirken. Zun\u00e4chst gilt es, ein endoskopisches Bild an eine Steuerkonsole zu \u00fcbertragen, \u00fcber die der Operateur die Roboterarme pr\u00e4zise f\u00fchrt. Roboterassistenzsysteme k\u00f6nnen dabei die motorischen M\u00f6glichkeiten des Chirurgen durch zus\u00e4tzliche Freiheitsgrade und eine tremorfreie Bewegungs\u00fcbertragung. Studien zeigen, dass robotergest\u00fctzte Eingriffe in bestimmten Verfahren mit geringeren Blutverlusten und weniger invasiven Zug\u00e4ngen verbunden sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Moderne OP-Roboter verf\u00fcgen \u00fcber mehrere Arme, die unterschiedliche Instrumente gleichzeitig f\u00fchren k\u00f6nnen. Dadurch lassen sich sehr komplexe Bewegungsabl\u00e4ufe ausf\u00fchren und schwer zug\u00e4ngliche anatomische Bereiche pr\u00e4ziser erreichen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird konkret erforscht, inwieweit einzelne standardisierte Teilschritte \u2013 etwa das Setzen von N\u00e4hten \u2013 teilautomatisiert unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Forschungs-OP des Fraunhofer IMTE k\u00f6nnen neue Technologien unter realit\u00e4tsnahen Bedingungen getestet werden. Dazu geh\u00f6ren unter anderem Virtual-Reality-Anwendungen, Sprachsteuerungssysteme oder KI-basierte Assistenzl\u00f6sungen. Ziel ist es, innovative Konzepte fr\u00fchzeitig zu evaluieren, bevor sie in die klinische Praxis \u00fcberf\u00fchrt werden.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Weiterer Forschungs-\/Entwicklungsbedarf:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Der OP-Betrieb ist derzeit stark personalintensiv \u2013 sowohl bei der Vorbereitung als auch w\u00e4hrend des Eingriffs. Eine langfristige Vision in der Chirurgie ist die sogenannte \u00bbOne-Surgeon-Surgery\u00ab, bei der ein Eingriff weitgehend durch einen einzelnen Chirurgen durchgef\u00fchrt wird, unterst\u00fctzt durch intelligente Assistenzsysteme.<\/p>\n<p>Auch wenn dieses Szenario noch Zukunftsmusik ist, werden bereits erste Ans\u00e4tze erforscht; etwa robotische Assistenzsysteme, die Instrumente selbstst\u00e4ndig anreichen oder vorbereiten. Solche Systeme k\u00f6nnten perspektivisch dazu beitragen, Personalressourcen effizienter einzusetzen.<\/p>\n<p>Ein weiterer m\u00f6glicher Entwicklungspfad liegt im Bereich der Telemedizin. Fortschritte in der Kommunikationstechnologie \u2013 etwa im Rahmen geringer werdender Latenzen durch echte 5G-Netze \u2013 er\u00f6ffnen neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die r\u00e4umlich getrennte Durchf\u00fchrung oder Begleitung chirurgischer Eingriffe. Insbesondere f\u00fcr l\u00e4ndliche Regionen k\u00f6nnten dadurch spezialisierte Expertinnen und Experten eingebunden werden.<\/p>\n<p>Gleichzeitig bleiben regulatorische, haftungsrechtliche und sicherheitstechnische Fragen zentrale Herausforderungen, die parallel zur technologischen Entwicklung gekl\u00e4rt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n            <\/table>\n        <\/div>\n    \n            <\/div>\n        <\/div>\n\n\n        <div id=\"block_27dd836229f9019768f752d75680353e\" class=\"lwn_block lwn_block_table lwn_thewidth lwn_center\" style=\"\" test>\n            <div class=\"lwn_tablebox\">\n                \n        <div class=\"\">\n            <table class=\"lwn_table \">\n                <tr>\n                    <th colspan=\"2\" class=\"lwn_table_head\"><h3>Dr. Fabian Landers \u00fcber Mikroroboter zur hochpr\u00e4zisen Medikamentenabgabe im K\u00f6rper<\/h3><span class=\"lwn_table_icon \"><\/span><\/th>\n                <\/tr>\n    \n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Situation:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Die gezielte Verabreichung von Medikamenten geh\u00f6rt zu den zentralen Herausforderungen der modernen Medizin. In der klinischen Praxis gelangen Wirkstoffe in der Regel oral oder \u00fcber Injektionen in den Blutkreislauf und werden von dort im gesamten K\u00f6rper verteilt.<\/p>\n<p>Dr. Fabian Landers von der ETH Z\u00fcrich besch\u00e4ftigt sich in seiner translational ausgerichteten Postdoc-Forschung mit L\u00f6sungen, die den Weg von der Laboridee zur klinischen Anwendung besonders kurz halten sollen.<\/p>\n<p>Sein Fokus liegt darauf, direkt im menschlichen K\u00f6rper nachzuvollziehen, wie Medikamente transportiert werden und wie sich dieser Prozess pr\u00e4ziser steuern l\u00e4sst.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Problemstellung:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Die herk\u00f6mmliche Verteilung von Medikamenten \u00fcber den Blutkreislauf ist wirksam, oft jedoch ungenau. Wirkstoffe erreichen nicht ausschlie\u00dflich die erkrankte Stelle, sondern verteilen sich im gesamten Organismus.<\/p>\n<p>Unter anderem bei Chemotherapien zeigt sich diese Problematik deutlich: Nur ein vergleichsweise geringer Anteil des Medikaments erreicht tats\u00e4chlich das Tumorgewebe. Der \u00fcbrige Wirkstoff belastet den K\u00f6rper ungewollt und ist f\u00fcr einen erheblichen Teil der Nebenwirkungen verantwortlich.<\/p>\n<p>Das zentrale medizinische Ziel besteht daher darin, Wirkstoffe m\u00f6glichst gezielt an den Ort ihres Bedarfs zu bringen. Die Konzentration des Wirkstoffs muss also lokal erh\u00f6ht werden, um weitere systemische Belastungen zu reduzieren.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>L\u00f6sungsans\u00e4tze \/ Innovationspotenziale<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet Dr. Landers an einem innovativen System zur gezielten Medikamentenabgabe.<\/p>\n<p>Wie genau funktioniert die in Entwicklung befindliche L\u00f6sung? Der sogenannte Mikroroboter hat die Gr\u00f6\u00dfe eines Pfefferkorns und besteht aus modifizierter Gelatine. In seine Struktur sind magnetische Nanopartikel eingebettet, die eine Steuerung von au\u00dfen erm\u00f6glichen. Neben einem Kontrastmittel zur Positionsbestimmung kann das gew\u00fcnschte Medikament (flexibel) direkt in die Kapsel geladen werden.<\/p>\n<p>\u00dcber externe Magnetfelder wird die Kapsel pr\u00e4zise durch das Gef\u00e4\u00dfsystem navigiert. Die enthaltenen Nanopartikel besitzen zudem den Vorteil, dass sie sich im K\u00f6rper aufl\u00f6sen k\u00f6nnen und somit keinen potenziellen Schaden anrichten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In ersten experimentellen Untersuchungen wurden sowohl Schlaganfall-Medikamente als auch Chemotherapeutika getestet. Das System zeigt dabei eine hohe Flexibilit\u00e4t hinsichtlich unterschiedlicher Wirkstoffe.<\/p>\n<p>Ein wesentlicher Bestandteil der Technologie ist die Steuerung: Mithilfe eines Standard-R\u00f6ntgensystems l\u00e4sst sich die Position der Kapsel im K\u00f6rper verfolgen. Magnetfelder \u00fcbernehmen anschlie\u00dfend die gezielte Navigation. Funktional entspricht die Kapsel damit dem Arm eines Roboters, w\u00e4hrend Steuerung erfolgt vollst\u00e4ndig von au\u00dfen erfolgt.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Weiterer Forschungs-\/Entwicklungsbedarf<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Ein zentraler Aspekt der Entwicklung ist die Zulassungsf\u00e4higkeit. Von Beginn an wurde darauf geachtet, Materialien einzusetzen, die bereits von Regulierungsbeh\u00f6rden wie der FDA zugelassen sind.<\/p>\n<p>Zudem verf\u00fcgt die Kapsel \u00fcber einen integrierten Sicherheitsmechanismus: Im Falle eines Kontrollverlusts oder technischer St\u00f6rungen kann sie sich selbstst\u00e4ndig aufl\u00f6sen, um Risiken zu minimieren.<\/p>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften technischen Herausforderungen bleibt weiterhin die pr\u00e4zise Navigation im Blutstrom. Blut flie\u00dft mit Geschwindigkeiten von bis zu einem Meter pro Sekunde und bewegt sich in einem komplexen, dreidimensionales Umfeld, das hohe Anforderungen an Steuerung und Simulation stellt.<\/p>\n<p>Vor dem Eingriff werden deshalb Gef\u00e4\u00dfe mittels CT-Bildgebung erfasst, der Blutfluss analysiert und anschlie\u00dfend simuliert. Auf dieser Basis entsteht eine automatisierte Navigationsstrategie. Diese<br \/>\ncomputationalen Prozesse erfordern erhebliche Rechenleistung. Gleichzeitig sind leistungsf\u00e4hige Magnetfeldgeneratoren notwendig, um die Kapsel kontrolliert zu steuern. Hier kommt entsprechend viel Mikroelektronik zum Einsatz, zum Beispiel aus dem Bereich Leistungselektronik, um die Magnetfelder gezielt nutzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im K\u00f6rper selbst bleibt das System aus Sicherheitsgr\u00fcnden vergleichsweise einfach aufgebaut; die technologische Komplexit\u00e4t liegt prim\u00e4r au\u00dferhalb des Patienten.<\/p>\n<p>Ein denkbares Anwendungsfeld ist die gezielte Medikamentengabe bei Schlaganf\u00e4llen, um hohe systemische Dosierungen zu vermeiden und in Notfallsituationen keine unn\u00f6tige weitere Belastung zu generieren.<\/p>\n<p>Bis zur klinischen Anwendung sind selbstverst\u00e4ndliche noch weitere Schritte erforderlich. Regulatorische Verfahren, Sicherheitsnachweise und klinische Studien bestimmen den Zeitrahmen. Erste Tests am Menschen werden in einem Zeitraum von drei bis f\u00fcnf Jahren angestrebt &#8211; es besteht Hoffnung auf einen konkreten Einsatz in der Behandlung in etwa 10 Jahren.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n            <\/table>\n        <\/div>\n    \n            <\/div>\n        <\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neue Technologien f\u00fcr den OP k\u00f6nnen die Medizinversorgung von morgen revolutionieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vierte  Folge der Staffel macht deutlich, wie sich Robotik im OP weiterentwickelt: Durch st\u00e4rker vernetzte Operationss\u00e4le und Assistenzsysteme, die Chirurginnen und Chirurgen bei Eingriffen eng unterst\u00fctzen, aber auch durch ganz neue Ans\u00e4tze aus der Robotik. Der Mikroroboter ist dabei ein Beispiel daf\u00fcr, wie sich das Prinzip robotischer Pr\u00e4zision vom OP-Tisch bis in den K\u00f6rper hinein weiterdenken l\u00e4sst \u2013 mit dem Ziel, Eingriffe und Therapien genauer, schonender und effizienter zu machen.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hier geht es zur vierten Folge der dritten Staffel &#8211; (Spotify)<\/h2>\n\n\n\n<iframe data-testid=\"embed-iframe\" style=\"border-radius:12px\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/6JQF2TbTrzzfVhkeOpTCSG?utm_source=generator\" width=\"100%\" height=\"352\" frameBorder=\"0\" allowfullscreen=\"\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\"><\/iframe>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>In der n\u00e4chsten Folge<\/strong> widmet sich der Podcast nun der Frage, was der digitale Patient der Zukunft f\u00fcr Erleichterungen im Leben bekommen kann!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Folge 4 geht es um Robotik im OP; von vernetzten Assistenzsystemen im Operationssaal bis hin zu Mikrorobotern, die Medikamente gezielt im K\u00f6rper transportieren sollen. 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