{"id":34265,"date":"2026-07-16T13:55:14","date_gmt":"2026-07-16T11:55:14","guid":{"rendered":"https:\/\/fmd-insight.de\/?p=34265"},"modified":"2026-07-16T13:55:14","modified_gmt":"2026-07-16T11:55:14","slug":"chip-happens-podcast-staffel-4-folge-5-chips-in-der-lebensmittelproduktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/news\/360-mikroelektronik\/chip-happens-podcast\/chip-happens-podcast-staffel-4-folge-5-chips-in-der-lebensmittelproduktion\/","title":{"rendered":"<strong>#Chip Happens-Podcast: Staffel 4, Folge 5<\/strong> | Chips in der Lebensmittelproduktion"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Podcast \u00bbChip Happens \u2013 Kleine Dinge, die alles ver\u00e4ndern\u00ab von Chipdesign Germany beleuchtet die Bedeutung von Mikroelektronik, Sensorik, Funktechnologien und k\u00fcnstlicher Intelligenz f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und technologischer Herausforderungen. In der vierten Staffel mit dem Titel \u00bbFarm to Fork\u00ab steht die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette der Ern\u00e4hrung im Fokus. Die Staffel untersucht, wie technologische Innovationen von der landwirtschaftlichen Erzeugung \u00fcber die Verarbeitung bis zum Endverbrauch dazu beitragen k\u00f6nnen, die Lebensmittelproduktion und -versorgung langfristig zu sichern.<\/p>\n\n\n\n    <div id=\"block_d167d70be171a6fd8c75bd5d917641a3\" class=\"lwn_block lwn_block_imgtext lwn_thewidth lwn_center\" style=\"\" test>\n        \n        <div class=\"lwn_flexparent\" >\n            <div class=\"lwn_flexchild lwn_block_imgtext_firstchild lwn_block_imgtext_media\"><div class=\"lwn_vcenter\"><div class=\"lwn_cutclass \"><div class=\"lwn_copy_box\">\n            <div class=\"lwn_imgbox\">\n                <picture>\n                    <source srcset=\"https:\/\/fmd-insight.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Coverbild_Staffel4_F5-1024x1024.jpg 1x, https:\/\/fmd-insight.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Coverbild_Staffel4_F5-2048x2048.jpg 2x\"\/>\n                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/fmd-insight.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Coverbild_Staffel4_F5-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"\">\n                <\/picture><\/div><\/div><\/div><div class=\"lwn_caption lwn_backdrop10 no_caption\"><div class=\"lwn_copy lwn_backdrop10\"><span>&copy;<\/span>Fraunhofer Mikroelektronik<\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n            <div class=\"lwn_flexchild lwn_block_imgtext_secondchild lwn_block_imgtext_text\"><div class=\"lwn_halfwidth lwn_fullheight\"><div class=\"lwn_vcenter\"><h2>Staffel 4, Folge 5 | Chips in der Lebensmittelproduktion<\/h2><p>Die f\u00fcnfte Episode beleuchtet die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung in der Lebensmittelproduktion sowie im traditionellen Handwerk. Im Mittelpunkt stehen zwei konkrete Anwendungsfelder: die zuverl\u00e4ssige Vernetzung gro\u00dfer Sensornetze mit der Funktechnologie mioty\u00ae und die datenbasierte, KI-gest\u00fctzte Digitalisierung des B\u00e4ckerhandwerks. Angesichts von globalem Preisdruck, steigenden Kosten und akutem Fachkr\u00e4ftemangel bieten Mikroelektronik und Softwarel\u00f6sungen wichtige Hebel zur Effizienzsteigerung, Ressourcenschonung und Qualit\u00e4tssicherung<\/p>\n<p>Als Experten im Gespr\u00e4ch sind Ren\u00e9 D\u00fcnkler, der am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Integrierte Schaltungen IIS im Bereich drahtloser IoT-Technologien forscht, sowie Malte Pfahl, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Digitalisierungsberatungsunternehmens Backdigital, das B\u00e4ckereibetriebe bei ihrer technologischen Transformation unterst\u00fctzt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Worum geht es in der Folge?<\/h2>\n\n\n\n        <div id=\"block_703741aabc2bf8a32e3e189d75e45588\" class=\"lwn_block lwn_block_table lwn_thewidth lwn_center\" style=\"\" test>\n            <div class=\"lwn_tablebox\">\n                \n        <div class=\"\">\n            <table class=\"lwn_table \">\n                <tr>\n                    <th colspan=\"2\" class=\"lwn_table_head\"><h3>Ren\u00e9 D\u00fcnkler \u00fcber das Internet der Dinge und drahtlose Vernetzung in Produktion und Landwirtschaft<\/h3><span class=\"lwn_table_icon \"><\/span><\/th>\n                <\/tr>\n    \n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Situation:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>In der modernen Lebensmittelproduktion und Agrarwirtschaft erfassen gro\u00dfe, r\u00e4umlich verteilte Sensornetze kontinuierlich Daten \u00fcber Produktionsprozesse, Umweltparameter und Logistikabl\u00e4ufe. Damit diese Informationen f\u00fcr \u00dcberwachung, Steuerung und Optimierung genutzt werden k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Sensoren ihre Daten zuverl\u00e4ssig und energieeffizient drahtlos \u00fcbertragen.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Problemstellung:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Bestehende Funktechnologien sto\u00dfen an ihre Grenzen, wenn Millionen von Sensoren auf engem Raum oder \u00fcber extrem weite Distanzen vernetzt werden sollen. Zudem f\u00fchren St\u00f6rfaktoren in industriellen Umgebungen oder topografische Hindernisse im l\u00e4ndlichen Raum h\u00e4ufig zu Datenverlusten, w\u00e4hrend die Stromversorgung autarker Sensoren \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume hinweg oft ungel\u00f6st bleibt.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>L\u00f6sungsans\u00e4tze \/ Innovationspotenziale:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Die am Fraunhofer IIS entwickelte Low-Power-Wide-Area-Network-Technologie mioty\u00ae adressiert diese Herausforderungen mit dem sogenannten Telegram Splitting Multiple Access, kurz TSMA. Dabei werden Datenpakete in viele kurze Subpakete aufgeteilt, zeitlich und \u00fcber unterschiedliche Frequenzen verteilt \u00fcbertragen und an der Basisstation wieder zusammengesetzt.<\/p>\n<p>Dieses Verfahren erm\u00f6glicht eine besonders st\u00f6rungsrobuste, energieeffiziente und skalierbare Daten\u00fcbertragung. Je nach Umgebung k\u00f6nnen Reichweiten von bis zu 15 Kilometern erreicht werden. Eine einzelne Basisstation kann Tausende Endger\u00e4te anbinden und Millionen von Nachrichten pro Tag verarbeiten. Erste Praxisanwendungen existieren bereits im industriellen Produktionsumfeld in Kooperation mit dem IO-Link Konsortium, bei der automatisierten Bew\u00e4sserungssteuerung im regionalen Gem\u00fcseanbau sowie bei der Qualit\u00e4ts\u00fcberwachung in der Backwarenindustrie.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Weiterer Forschungs-\/Entwicklungsbedarf:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Das Industriekonsortium mioty\u00ae Alliance arbeitet an der breiten Marktdurchdringung der Technologie in kritischen Infrastrukturen und Agrarbetrieben. Seitens der Fraunhofer-Forschung stehen die native Ortung und Lokalisierung \u00fcber das Funksignal, die Integration von Energy-Harvesting-Ans\u00e4tzen zur v\u00f6llig autarken Energieversorgung sowie die Erweiterung des Systems auf Satellitenkommunikation im Rahmen eines 3D-Netzwerks im Fokus.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n            <\/table>\n        <\/div>\n    \n            <\/div>\n        <\/div>\n\n\n        <div id=\"block_bca2c06099826d4b9061d8cdd3753047\" class=\"lwn_block lwn_block_table lwn_thewidth lwn_center\" style=\"\" test>\n            <div class=\"lwn_tablebox\">\n                \n        <div class=\"\">\n            <table class=\"lwn_table \">\n                <tr>\n                    <th colspan=\"2\" class=\"lwn_table_head\"><h3>Malte Pfahl \u00fcber die Digitalisierung des B\u00e4ckerhandwerks<\/h3><span class=\"lwn_table_icon \"><\/span><\/th>\n                <\/tr>\n    \n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Situation:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Das traditionelle B\u00e4ckerhandwerk ist ein komplexes \u00d6kosystem, das Produktion, Verwaltung und Filialverkauf in einem Betrieb vereint und stark durch individuelle, historisch gewachsene Strukturen gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Problemstellung:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Das traditionelle B\u00e4ckerhandwerk ist ein komplexes \u00d6kosystem, das Produktion, Verwaltung, Logistik und Filialverkauf innerhalb eines Betriebs verbindet. Viele B\u00e4ckereien sind durch individuelle, historisch gewachsene Prozesse, Systeme und Verantwortlichkeiten gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>L\u00f6sungsans\u00e4tze \/ Innovationspotenziale:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Durch die Implementierung einer softwarebasierten Warenwirtschaft und die Verkn\u00fcpfung historischer Betriebsdaten mit externen Faktoren wie Wetterprognosen oder Ferienzeiten lassen sich pr\u00e4zise KI-gest\u00fctzte Produktionspl\u00e4ne erstellen. In der Backstube optimieren sensorikgest\u00fctzte \u00d6fen die Backprozesse zur Reduktion von Energiekosten. Zudem entlasten Technologien wie automatisierte Wagen, digitale Verteilersysteme und robotergest\u00fctzte Ultraschallschneidetechnik das Personal und minimieren den Ausschuss. Im Verkauf zeigen Pilotprojekte wie vollautonome Filialen auf Sylt, wie Kamera- und Verwiegetechnik Bezahlprozesse digitalisieren, w\u00e4hrend das Personal f\u00fcr die Kundenberatung frei wird.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n                    <tr>\n                        <td>\n                            <p><strong>Weiterer Forschungs-\/Entwicklungsbedarf:<\/strong><\/p>\n\n                        <\/td>\n                        <td>\n                            <p>Aufgrund der hohen Heterogenit\u00e4t der Betriebe existiert kein allgemeing\u00fcltiges Patentrezept f\u00fcr die Digitalisierung des B\u00e4ckerhandwerks. Der zuk\u00fcnftige Bedarf liegt in modularen und individuell anpassbaren Digitalisierungsstrategien, die den konkreten Mehrwert f\u00fcr den jeweiligen Betrieb bewerten, bestehende Warenwirtschafts-, Kassen- und Produktionssysteme einbeziehen und neue L\u00f6sungen nahtlos in die vorhandenen Prozesse integrieren.<\/p>\n\n                        <\/td>\n                    <\/tr>\n            <\/table>\n        <\/div>\n    \n            <\/div>\n        <\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die fortschreitende Integration von Mikroelektronik in die Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln verdeutlicht, dass technologische Innovationen l\u00e4ngst kein Privileg der Gro\u00dfindustrie mehr sind. Low-Power-Wide-Area-Netzwerke wie MIOTY schaffen die Infrastruktur f\u00fcr eine l\u00fcckenlose, datengest\u00fctzte Prozess\u00fcberwachung, die Ressourcen schont und Lieferketten resilienter gestaltet. Gleichzeitig zeigt die Transformation des B\u00e4ckerhandwerks, dass Digitalisierung im traditionellen Gewerbe gezielt als Werkzeug gegen den Fachkr\u00e4ftemangel und den Kostendruck eingesetzt werden kann, ohne den Kern des Handwerks zu verdr\u00e4ngen. Die intelligente Verkn\u00fcpfung von Sensorik, Hardware und Software sichert langfristig die Wirtschaftlichkeit und Qualit\u00e4t in der Lebensmittelproduktion.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hier geht es zur f\u00fcnften Folge der vierten Staffel<\/h2>\n\n\n\n<iframe data-testid=\"embed-iframe\" style=\"border-radius:12px\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/show\/7B5b48rDUiyCOSdYaV8Hum?utm_source=generator&#038;si=239ad372080343e4\" width=\"100%\" height=\"352\" frameBorder=\"0\" allowfullscreen=\"\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\"><\/iframe>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der kommenden Episode von \u00bbChip Happens\u00ab geht es um den Weg der Waren vom Acker bis auf den Teller sowie um technologische L\u00f6sungen f\u00fcr Logistik, R\u00fcckverfolgbarkeit und Echtheitsnachweise.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die f\u00fcnfte Folge zeigt, wie Mikroelektronik und Software die Lebensmittelproduktion sowie das traditionelle B\u00e4ckerhandwerk digitalisieren. Angesichts von Fachkr\u00e4ftemangel und Kostendruck werden robuste Sensorik und smarte Funknetzwerke zum entscheidenden Hebel. Die Episode beleuchtet, wie datenbasierte Prozesse die Effizienz steigern, Ressourcen schonen und das Handwerk zukunftssicher aufstellen.<\/p>\n","protected":false},"author":144,"featured_media":34268,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[132],"tags":[],"class_list":["post-34265","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-chip-happens-podcast"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/144"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34265"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34265\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34273,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34265\/revisions\/34273"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34268"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}