{"id":34698,"date":"2026-08-11T09:16:59","date_gmt":"2026-08-11T07:16:59","guid":{"rendered":"https:\/\/fmd-insight.de\/?p=34698"},"modified":"2026-08-11T09:16:59","modified_gmt":"2026-08-11T07:16:59","slug":"produkt-fussabdrucke-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/news\/tutorials\/green-ict-tutorials\/produkt-fussabdrucke-teil-2\/","title":{"rendered":"<strong>Produkt-Fu\u00dfabdr\u00fccke Teil 2: Screening und aktuelle Fragestellungen<\/strong> | Green ICT  Courses"},"content":{"rendered":"\n        <div id=\"block_0d3a20dca0887c5fad1013c07e4061c9\" class=\"lwn_block lwn_block_repeater lwn_thewidth lwn_center lwn_repeater_text\" style=\"\" test>\n            <div class=\"lwn_flexparent\">\n            \n                    <div class=\"lwn_flexchild lwn_flex1 \"><p>Jenny Zenker, Werkstudentin am <a href=\"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/expertise\/fmd-institute\/fraunhofer-institut-fuer-zuverlaessigkeit-und-mikrointegration-izm\/\"><strong>Fraunhofer IZM<\/strong><\/a>, erl\u00e4utert in diesem Green ICT Tutorial der <a href=\"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/news\/tutorials\/green-ict-tutorials\/\">Green ICT Schulungsvideoreihe<\/a> das Umweltprodukt-Fu\u00dfabdruckkonzept der Europ\u00e4ischen Union, den <strong>Product Environmental Footprint (kurz PEF)<\/strong>, sowie das dazugeh\u00f6rige Standarddokument \u2013 die <strong>Product Environmental Footprint Category Rules (PEFCR)<\/strong>. Zudem zeigt sie auf, wie sich die aktuelle Forschungsarbeit des Fraunhofer IZMs in regulatorischen Rahmen integriert. Das Video kn\u00fcpft an dem <a href=\"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/news\/tutorials\/green-ict-tutorials\/produkt-fussabdruck-1-herausforderungen-standardisierung-green-ict-courses\/\">ersten Teil zu Umwelt-Produktfu\u00dfabdr\u00fccken (UMPF)<\/a> an, in dem aktuelle Herausforderungen am Beispiel von Laptops beleuchtet wurden.<\/p>\n\n                    <\/div>\n            <\/div>\n            \n        <\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong>Was sind PEF und PEFCR?<\/strong><\/strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n        <div id=\"block_896740d4f1ed87f4d49ab24e9bc64482\" class=\"lwn_block lwn_block_repeater lwn_thewidth lwn_center lwn_repeater_text\" style=\"\" test>\n            <div class=\"lwn_flexparent\">\n            \n                    <div class=\"lwn_flexchild lwn_flex1 \"><p>Der PEF-Ansatz der Europ\u00e4ischen Union dient als einheitliche Methode, um die Umweltwirkungen von Produkten verl\u00e4sslich und vergleichbar zu bewerten. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die PEFCR. Dieses spezifische Regelwerk legt exakt fest, wie die Umweltauswirkungen innerhalb einer bestimmten Produktkategorie zu messen und zu berechnen sind.<\/p>\n<p>In der aktuellen Forschungsarbeit des Fraunhofer IZM bilden die allgemeinen PEF-Rahmenbedingungen sowie die ISO-Normen 14040 und 14044 die gemeinsame methodische Grundlage. F\u00fcr die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sind die offiziellen PEFCR-Vorgaben bisher jedoch zu allgemein, um eine verl\u00e4ssliche Vergleichbarkeit von Produkten sicherzustellen. Genau hier setzt das Forschungsprojekt an. Es nutzt die bestehenden Regeln, erg\u00e4nzt sie aber um detailliertere Vorgaben f\u00fcr die IKT-Branche. Dabei ist entscheidend, dass keine der bestehenden PEF- oder ISO-Regeln verletzt werden. Das hilft Unternehmen, die Bestimmungen pr\u00e4zise umzusetzen, und erleichtert zugleich eine m\u00f6gliche sp\u00e4tere \u00dcbernahme dieses Standards als ein offizielles Regelwerk der EU.<\/p>\n\n                    <\/div>\n            <\/div>\n            \n        <\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong>Der Prozess zur Erstellung einer PEFCR<\/strong><\/strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n        <div id=\"block_0a72bf0746b415ff470371f1acc70fe8\" class=\"lwn_block lwn_block_repeater lwn_thewidth lwn_center lwn_repeater_text\" style=\"\" test>\n            <div class=\"lwn_flexparent\">\n            \n                    <div class=\"lwn_flexchild lwn_flex1 \"><p>Ein offizieller PEFCR-Prozess ist sehr umfassend und dauert in der Regel etwa zwei Jahre. In der Forschungsarbeit des Fraunhofer IZM konnte jedoch ein zeitsparenderer Ansatz verfolgt werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit Expert:innen und herstellenden Unternehmen stand bereits ein umfangreiches Fachwissen zur Verf\u00fcgung, so dass der Prozess verk\u00fcrzt werden konnte. Der methodische Ablauf gliedert sich in f\u00fcnf zentrale Phasen, die von der ersten Definition bis zur finalen Validierung reichen:<\/p>\n<p><strong>1. Produktbeschreibung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Genaue Beschreibung von Produkt\/Produktkategorie (Funktionen, Eigenschaften, Lebenszyklus).<\/li>\n<li>Festlegung der Systemgrenzen (z. B. von der Rohstoffgewinnung \u00fcber die Produktion bis hin zur Entsorgung).<\/li>\n<li>Auswahl repr\u00e4sentativer Produkte zur beispielhaften Abdeckung.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>2. Durchf\u00fchrung von Screening Studies<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Neuauswertung bestehender \u00d6kobilanzen nach den Vorgaben der generellen PEF-Methodik.<\/li>\n<li>Ermittlung der relevantesten Lebenszyklusphasen, Prozesse, Wirkungskategorien und Bauteile.<\/li>\n<li>Anwendung der 80%-Regel: Fokus auf Faktoren, die mindestens 80 % des gesamten Einflusses abdecken (z. B. Nutzungsphase und Lebenswegende).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3. Festlegen von methodischen Vorgaben<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Definition detaillierter Regeln f\u00fcr die Berechnung der Umweltauswirkung auf Grundlage spezifischer Indikatoren (z. B. CO\u2082-Emissionen, Wasserverbrauch, Energieaufwand).<\/li>\n<li>Festlegung zus\u00e4tzlicher Datenquellen (Unternehmensdaten, wissenschaftliche Datenbanken, Literaturwerte) sowie Anforderungen an Datenqualit\u00e4t und Datenverf\u00fcgbarkeit.<\/li>\n<li>Formulierung produktspezifische Zusatzanforderungen an Datenerhebung, Lebenszyklusanalyse oder Berichtspflichten.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>4. Konsultation<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Dokumentation aller Vorgaben in einem ersten Bericht.<\/li>\n<li>Diskussion der Inhalte durch Stakeholder innerhalb eines Konsultationszeitraumes.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>5. Durchf\u00fchrung von Supporting Studies und Verifikation<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Durchf\u00fchrung einer \u00d6kobilanzstudie zur Pr\u00fcfung der Vorgaben auf Machbarkeit, Relevanz und Angemessenheit.<\/li>\n<li>Gezieltes Aufdecken von Schwachstellen bzw. Best\u00e4tigung der Methode.<\/li>\n<li>Abschlie\u00dfende Validierung zur Sicherung der Anforderungen und Zuverl\u00e4ssigkeit der Ergebnisse.<\/li>\n<\/ul>\n\n                    <\/div>\n            <\/div>\n            \n        <\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Anwendungsbeispiel: Laptops<\/strong><\/h2>\n\n\n\n        <div id=\"block_b1f4aced89dee5671ea81dd7bba5cbc4\" class=\"lwn_block lwn_block_repeater lwn_thewidth lwn_center lwn_repeater_text\" style=\"\" test>\n            <div class=\"lwn_flexparent\">\n            \n                    <div class=\"lwn_flexchild lwn_flex1 \"><p>Wie diese Relevanz in der Praxis ermittelt wird, zeigt eine Screening-Untersuchung von zwei Laptop-Modellen verschiedener Hersteller. Nach der PEF-Methode m\u00fcssen die wichtigsten Wirkungskategorien zusammen mindestens 80 % der gesamten Umweltauswirkung abdecken. Beim Modell von Firma 1 erf\u00fcllten drei Wirkungskategorien dieses Kriterium, beim Modell der Firma 2 waren es sechs. Da die Kategorien von Firma 1 vollst\u00e4ndig in denen von Firma 2 enthalten waren, wurden f\u00fcr die Forschungsarbeit alle sechs Kategorien als relevant eingestuft. Das gleiche Auswahlverfahren wurde auch f\u00fcr Lebenszyklusphase, Prozesse und Komponenten angewendet. Neben Laptops wurden im Projekt bereits Standcomputer und Rechenzentren ausgewertet.<\/p>\n<p>Statt im Daten-Chaos zu versinken, filtert dieses Screening mathematisch fundiert die wesentlichen Hebel heraus, die den gr\u00f6\u00dften Unterschied f\u00fcr die Umwelt ausmachen. Auf dieser Basis entsteht ein verl\u00e4sslicher PEFCR-Standard, der eine faire, branchenweite Vergleichbarkeit sichert. F\u00fcr den Erfolg des Prozesses bleibt die Einbindung von Stakeholdern \u00fcber Workshops eine zentrale S\u00e4ule.<\/p>\n<p>F\u00fcr mehr Informationen lohnt sich ein Blick ins Video.<\/p>\n\n                    <\/div>\n            <\/div>\n            \n        <\/div>\n\n\n        <div id=\"block_17cab3cab23861b7e38112f7114dd288\" class=\"lwn_block lwn_block_fullmedia lwn_thewidth lwn_center\" style=\"\" test><div class=\"lwn_cutclass \"><div class=\"lwn_copy_box\"><div class=\"lwn_vidbox lwn_youtube embed_16x9 lwn_external\" data-url=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/ViSEs3N42sY?autoplay=1&#038;showinfo=0&#038;enablejsapi=1&#038;wmode=opaque&#038;color=white&#038;modestbranding=1&#038;rel=0\"><iframe src=\"\" allowfullscreen=\"\" allow=\"autoplay; fullscreen\" frameborder=\"0\"><\/iframe>\n            <div class=\"lwn_thumbnail\">\n                <div class=\"lwn_vcenter\">\n                \n            <div class=\"lwn_imgbox\">\n                <picture>\n                    <source srcset=\"https:\/\/fmd-insight.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Green-ICT-Tutorial_Produktfussabdruecke-Teil-2_Thumbnail-1024x576.webp 1x, https:\/\/fmd-insight.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Green-ICT-Tutorial_Produktfussabdruecke-Teil-2_Thumbnail.webp 2x\"\/>\n                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/fmd-insight.de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Green-ICT-Tutorial_Produktfussabdruecke-Teil-2_Thumbnail-1024x576.webp\" alt=\"\" class=\"\">\n                <\/picture><\/div>\n                <\/div>\n                <div class=\"lwn_thumbnail_consent\">Mit Klick auf den Button wird ein Youtube-Video abgespielt; youtube.com verwendet Cookies<\/div>\n                <div class=\"lwn_thumbnail_play icon-thumbnail_play lwn_backdrop10\"><\/div>\n            <\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"lwn_caption lwn_backdrop10 no_caption\"><div class=\"lwn_copy lwn_backdrop10\"><span>&copy;<\/span>Fraunhofer IZM<\/div><\/div>\n        <\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong>Zu den anderen Schulungsvideos der Videoreihe<\/strong><\/strong><\/strong><\/h2>\n\n\n\n        <div id=\"block_951d27bb8cc9ca50a78173ec517136dd\" class=\"lwn_block lwn_block_repeater lwn_thewidth lwn_center lwn_repeater_text\" style=\"\" test>\n            <div class=\"lwn_flexparent\">\n            \n                    <div class=\"lwn_flexchild lwn_flex1 \"><p><a href=\"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/?p=24978\">1. \u00d6kobilanz \u2013 Wirkungsabsch\u00e4tzung<\/a><\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/news\/tutorials\/green-ict-tutorials\/lfp-batterien-teil-1-ueberblick-und-marktprognose-green-ict-courses\/\">19. LFP-Batterien Teil 1: \u00dcberblick und Marktprognose<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/news\/tutorials\/green-ict-tutorials\/lfp-batterien-teil-2-recycling-und-rohstoffruckgewinnung\/\">20. LFP-Batterien Teil 2: Recycling und Rohstoffr\u00fcckgewinnung in Deutschland<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/news\/tutorials\/green-ict-tutorials\/produkt-fussabdruck-1-herausforderungen-standardisierung-green-ict-courses\/\">21. Produkt-Fu\u00dfabdr\u00fccke Teil 1: Herausforderungen der Standardisierung<\/a><\/p>\n\n                    <\/div>\n            <\/div>\n            \n        <\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Video erl\u00e4utert Jenny Zenker vom Fraunhofer IZM das EU-Konzept f\u00fcr Umweltprodukt-Fu\u00dfabdr\u00fccke (PEF) und zeigt, wie durch gezieltes Screening verl\u00e4ssliche Standards (PEFCR) f\u00fcr die IKT-Branche entwickelt werden, um die Umweltauswirkungen von Produkten wie Laptops messbar und vergleichbar zu machen.<\/p>\n","protected":false},"author":144,"featured_media":34708,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[121],"tags":[],"class_list":["post-34698","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-green-ict-tutorials"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34698","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/144"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34698"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34698\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34726,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34698\/revisions\/34726"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34708"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34698"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34698"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fmd-insight.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34698"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}